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My time in Ireland -Ein Schuljahr auf der „Grünen Insel“

My time in Ireland 2 MerleHallo, ich bin Merle. Ich bin Schülerin des Freiherr-vom-Stein-Gymnasium und besuche die zehnte Klasse. Doch dieses Schuljahr verbringe ich nicht in Münster, sondern im Süden Irlands. Ich lebe hier neun Monate in einer Gastfamilie und besuche ein College in Dungarvan. Ich hatte mich bereits vor der Pandemie entschieden ein Auslandsjahr zu machen und bin froh, dass ich, trotz der Einschränkungen und neuen Regelungen durch Corona, hier sein kann.

Irland ist ein tolles Land und hat den Namen „Die grüne Insel“ wirklich verdient. Egal wo ich hinschaue, alles ist grün und zwischendrin sind ein paar kleine Dörfer. Große Städte gibt es nicht sehr viele hier (Dungarvan hat um die 9200 Einwohner). Ich lebe mit meiner Gastfamilie auf dem Land, irgendwo im nirgendwo oder wie einer meiner Lehrer hier es beschrieb: „Behind the middle of nowhere“. Wenn ich aus dem Fenster meines Zimmers schaue, sehe ich grüne Wiesen, Wald und manchmal auch die drei Hunde, die meine Familie hat. Die Natur vermittelt eine Weite, die ich in Deutschland noch nie erlebt habe. Es ist ein besonderes Gefühl von Freiheit, das ich sehr genieße!
Ich lebe in einer tollen Gastfamilie, die aus meiner Gastmutter, meiner kleinen Gastschwester (6 Jahre), meinem jüngeren Gastbruder (9 Jahre), meinem spanischen Gastbruder (14 Jahre), der bis Weihnachten hier lebt, und mir selbst besteht. Dank meiner Gastfamilie bekomme ich trotz der Einschränkungen etwas von Irland zu sehen. Wir machen kleine Ausflüge und weite Spaziergänge. Manchmal gehen wir die Straße herunter zum Fluss und manchmal fahren wir ein Stückchen und gehen in den Wald oder laufen am Strand entlang. Das ist eine der besten Sachen: Ich wohne in der Nähe des Meeres.
Das Wetter kann sehr wechselhaft sein. Es gibt sehr schöne und sonnige Tage, doch natürlich auch Tage mit viel Regen, Nebel und Kälte. An diesen Tagen machen wir es uns Zuhause gemütlich. Wir sitzen gerne am Kamin, schauen zusammen Fernsehen oder basteln etwas. Wir dekorieren auch gerne das Haus. Für Halloween hatten wir alles schon zwei Wochen vorher gruselig dekoriert. Dieses Jahr konnten wir leider nicht herumgehen und Süßigkeiten sammeln. Dafür haben wir Zuhause mit der Familie eine Halloween Party mit sehr lustigen Spielen gefeiert. Das ist nicht unbedingt typisch für irische Familien, aber meine macht so etwas sehr gerne. Für Weihnachten haben wir auch schon ganz viel dekoriert (Es stehen schon drei Weihnachtsbäume). Meine Familie hier ist für mich wie ein Zuhause und ich fühle mich sehr wohl.
Auch die Schule gefällt mir sehr. Das irische Schulsystem ist etwas anders als das deutsche. Ich habe die Möglichkeit hier Fächer zu belegen, die wir in Deutschland nicht haben. Eines meiner Lieblingsfächer ist „Construction Studies“. In diesem Fach geht es um Architektur und wir arbeiten auch praktisch und bauen etwas mit Holz. In Irland beginnt die Schule um neun Uhr und endet vier Tage die Woche um vier Uhr. Diese Tage kommen mir manchmal sehr lang vor, da ich morgens und abends vierzig Minuten mit dem Schulbus fahren muss. Das ist dann ein Nachteil an der Weite Irlands. Die Iren nehmen diese Distanzen jedoch ganz anders wahr, da es für sie normal ist. „Right around the corner“ („Gleich um die Ecke“) sind hier ca. 1,5 Kilometer.
Ich habe ein paar irische Freunde gefunden und verstehe mich auch sehr gut mit den vielen anderen AustauschschülerInnen aus Deutschland oder anderen Ländern, die hier überall zu finden sind. Alle Menschen um mich herum sind nett und hilfsbereit. Ich bin noch nicht einem unfreundlichen und nicht hilfsbereiten Iren begegnet. Ich verbessere hier mein Englisch und lerne vieles mehr.
Wie bei allem im Leben gibt es Hochs und Tiefs, aber ich habe a wonderful time hier in Irland und mache Erfahrungen fürs Leben!      

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Merle Gillmann (EF)

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