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Erfahrungsbericht Schüleraustausch Barranquilla (Kolumbien)

Im Jahr 2018 habe ich einen zehnwöchigen Schüleraustausch mit der Partnerschule „Colegio Alemán“ in Kolumbien gemacht. Zuerst war ich ganz alleine in dem südamerikanischen Land und in den letzten drei Wochen haben mich meine Eltern mit meiner Schwester begleitet und wir sind durch das Land gereist.

Der mit Wartezeiten 18-stündige Flug von Düsseldorf nach Barranquilla war zwar sehr anstrengend, aber die guten Filme im Flugzeug konnten die lange Flugzeit gut überbrücken. Ich bin zuerst von Düsseldorf nach Amsterdam geflogen, von dort aus weiter nach Panama, dann nach Bogotá und zum Schluss nach Barranquilla. Nervenraubend waren die stundenlangen Wartezeiten in den Flughäfen.
Meine Gastfamilie hat mich am Flughafen von Barranquilla bereits erwartet. Die Familie ist super nett und hat sich besonders bemüht, mir einen schönen Aufenthalt zu bereiten. Generell kann man sagen, dass die meisten Kolumbianer sehr offen, hilfsbereit und freundlich sind. Außerdem versteht man ihr Spanisch gut, weil es vergleichsweise klar ausgesprochen wird.
In Barranquilla selbst wohnte ich bei meiner Gastfamilie in sogenannten „Conjuntos“. Das sind abgesperrte Wohnviertel mit Wachpersonal. Rund um die Uhr kommt man nur durch eine bewachte Pforte, wenn klar ist, dass man dort wohnt oder in Begleitung von Bewohnern dieses Conjuntos ist. Das klingt zwar jetzt so, als wenn Kolumbien total unsicher wäre, aber ich kann sagen, dass man sich dort eigentlich sicher fühlt. Man darf nur nicht abends alleine unterwegs sein und man muss auf seine Wertgegenstände gut aufpassen und diese nicht offen tragen.
In Barranquilla gibt es relativ wenig zu sehen. Aus diesem Grund hat mich die Familie eingeladen, nach Bucaramanga (Stadt in den Bergen) und nach Santa Marta zu reisen. Dort haben wir viel unternommen. Beispielsweise haben wir in Bucaramanga auf einem Fluss „Wild-Water-Rafting“ gemacht und sind in Wasserfällen schwimmen gewesen. In Santa Marta haben wir Verwandte von Nelson, meinem Austauschschüler, besucht, mit denen ich mich auch sehr gut verstanden habe. Dort waren wir zusammen u.a. an traumhaft schönen Stränden.
Später, als meine Familie nachgekommen ist, haben wir auch noch Bogotá, Medellín, Salento, noch einmal Santa Marta und Cartagena besucht.
In Bogotá und Medellín leben jeweils mehrere Millionen Menschen. Beide Städte sind aufgrund ihrer Bauweise und wegen des dortigen Flairs typisch südamerikanisch. In Salento haben wir eine Kaffeefarm mit traditionellem Kaffeeanbau angeschaut. Zudem haben wir in den Bergen Salentos eine große Wanderung auf einen 3000 Meter hohen Berg durch den Dschungel gemacht.
In der Nähe von Santa Marta unternahmen wir eine besonders eindrucksvolle Wanderung durch ein Naturschutzgebiet im Dschungel zu einem besonders idyllischen Strand. Zwei der Schwestern meiner Gastmutter haben uns mit ihren Familien begleitet und haben uns mit selbst zubereiteten Speisen und vielen Getränken versorgt. Es war es ein tolles Erlebnis, durch die Hitze des Urwaldes zu laufen und sich mit einem Bad in der Karibik und einem Picknick am Strand zu belohnen.

Ich kann insgesamt jedem eine Kolumbien-Reise empfehlen. Das Land ist sehr vielfältig und die Menschen insgesamt sehr freundlich. Mir hat der Aufenthalt in Kolumbien sehr gut gefallen, dafür bin ich meiner Gastfamilie sehr dankbar.

Hendrik Grümme

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