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Großes Potenzial bei der Solarenergie im Auenviertel

Großes Potenzial bei der Solarenergie im Auenviertel KarteSeit ein paar Monaten gehen viele Schülerinnen und Schüler auf die Straße statt in den Unterricht, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Daran sieht man, wie wichtig dieses Thema für viele Menschen ist. Ein Grund für den Klimawandel sind nicht erneuerbare Energien wie Braunkohle oder Atomstrom. Man sollte also überlegen, welche umweltfreundlicheren Alternativen es gibt. Eine dieser Alternativen ist Strom, der durch die Sonne gewonnen wird – Photovoltaik bzw. Solarthermie.

Bereits im ersten Halbjahr hat der Erdkundegrundkurs der Einführungsphase von Herrn Laumann eine digitale Karte zum Windkraftpotenzial von Münster erstellt. Dabei wurde festgestellt, dass nur ein geringes Potenzial besteht, da die Auflagen für Windkraftanlagen in Münster kaum erfüllt werden können.
Nun hat der Kurs sich in den letzten Wochen mit der Solarenergie als einer weiteren regenerativen Energiequelle befasst. Dabei wurde aus einem Datensatz von 601 kartierten Häusern eine weitere digitale Karte erstellt, die im Hinblick auf das Solarpotenzial der Häuser des Auenviertels in Münster-Gievenbeck über mehrere Wochen mittels des Geoinformationsprogramm QGIS entwickelt wurde. Die Informationen wurden sowohl über Google-Maps als auch über direkte Besichtigungen gesammelt und in die Kategorien „geringes Solarpotenzial“, „mäßiges Solarpotenzial“ und „großes Solarpotenzial“ eingeordnet. Bei bereits bestehenden Solaranlagen wurde überprüft, ob es sich um Solarthermie- oder Photovoltaikanlagen handelt. Bei erster Betrachtung ließ sich erkennen, dass durchaus einige Häuser Solarthermie- oder Photovoltaikanlagen besitzen, diese im Vergleich zu den Häusern ohne Anlagen allerdings einen nur sehr geringen Anteil ausmachen. Der Großteil der genutzten Fläche wird außerdem nicht von privaten Häusern, sondern von Gebäuden wie dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, Marktkauf oder Hellweg genutzt. Bei genauerer Betrachtung lässt sich außerdem erkennen, dass die meisten Häuser ein großes bis mäßiges Solarpotenzial besitzen und somit die Installation von Solaranlagen durchaus sinnvoll wäre. Diese würde zu einer Verringerung der Kosten auf lange Sicht führen und die Belastung der Umwelt wesentlich reduzieren. Dieses beachtenswerte Solarpotenzial wird durch die praktische Ausrichtung der Dächer gewährleistet. Eine gesteigerte Nutzung könnte durch eine verbesserte Informierung der Anwohner erreicht werden, da eine effektive Nutzung in diesem Gebiet durchaus gewährleistet wäre und auch viele weitere Vorteile bieten würde. Eine Selbstversorgung per Photovoltaik wäre also für einen großen Teil der Anwohner möglich und auch die Verwendung von Solarthermieanlagen wäre, wie sie auch schon von einigen verwendet werden, eine valide Maßnahme.
Eine Frage, die dennoch bleibt, besteht darin, warum in einem so Erfolgsversprechendem Gebiet nur so wenige Solaranlagen in Verwendung sind und welches der beste Weg wäre, dies zu ändern.
Für den Kurs
Nic Brandenbusch, Sebastian Liebing und Benedikt Laumann

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